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Freie Wählerschaft Grassau
20.11.2019

Marktgemeinderäte informierten über die Projekte

Von: Tamara Eder

Informieren und Diskutieren

Seit fünf Jahren informieren die Räte der Freien Wählerschaft zweimal jährlich über die neuesten Entwicklungen in der Gemeinde und motivieren zur offenen Diskussion. Dies soll, so hoben Sepp Grießenböck und Hans Genghammer, die Räte der FW, in der Veranstaltung im Gasthof "Zur Post" auch nach der Kommunalwahl so weitergeführt werden. Sie kündigten an, dass auch die FW einen Bürgermeisterkandidaten nominieren werde.

Über das Baugebiet an der Adersbergerstraße in Rottau informerte Sepp Grießenböck, dass dieses über die Bundesstraße ausgedehnt wurde und ein Mix aus Gewerbe- und Wohnbebauung vorweise. Hans Genghammer fügte hinzu, dass diese Planung auch dem Projekt Rottau "Unser Dorf hat Zukunft" nicht entgegenstehe. Zur neuen Turnhalle berichtete Genghammer, dass diese finanziell fast eine Punktlandung gewesen sei. Bei der Einweihung habe es auch ein paar kritische Stimmen gegeben. Bemängelt wurde vor allem die Entwässerung mit den tiefen Gräben, die eine Gefahr darstellen können. Laut Genghammer sei dies eine Vorgabe des Landratsamtes gewesen. Zur Schulsanierung und Erweiterung teilte er mit, dass die alte Turnhalle nun nicht zu sanieren, sonderen ein neues Schulgebäude gebaut werde. Mit einem neuen Gebäude könnten die Höhenunterschiede zum Bestand ausgeglichen und Barrieren abgebaut werden. Eine Planung für den Neubau liege noch nicht vor, wohl aber die Zusage der Regierung, dass der Neubau ebenso wie die Sanierung gefördert werde. Auf die Frage, ob das bestehende Schulhaus nach dem Rohrbruch im vergangenen Jahr nun wieder trocken sei, erklärte Genghammer, dass das Gebäude zwar trocken sei aber dennoch nicht genützt werden könne, weil der Wasserschaden Wände und Decken beschädigte.

Diskutiert wurde über den Gewerbepark. Laut Hans Genghammer habe die Gemeinde mittlerweile eine Rechtsberatung erhalten. "Als Gemeinde sind wir nicht machtlos", bekräftigte der Gemeinderat. Wenn hier etwas passieren soll, dann sei es sinnvoller miteinander als gegeneinander, betonte er. Ziel ist, ein großzügiges Gewerbegebiet zu erhalten. Dr. Manfred Huber erkundigte sich nach der Kooperationsbereitschaft der Investoren. Hierzu konnten die Räte keine Auskunft geben. Warum die Gemeinde das Areal nicht selbst gekauft habe, interessierte einen Bürger. Damals, so Genghammer, war die finanzielle Entwicklung der Gemeinde nicht absehbar und das Risiko zu groß. Jetzt würde man vieles anders machen.

Was die Gemeinde künftig beschäftigen werde, sei der Ausbau des mobilen Internets auf 5G (fünfte Generation) mit einem dichten Netz an Sendemasten. Hierzu werde eine Informationsveranstaltung mit Pro- und Kontravertretern geplant, so Genghammer.

Ein weiteres Problem, das zunehme, sei, dass Bauträger gegen die Entscheidung der Gemeinde klagen. So werde die Wohnungsbegrenzung, fixiert in der Fremdenverkehrssatzung, nicht akzeptiert. Die Gemeinde hat Gegenklage eingereicht, so Genghammer.

Sepp Hörterer fragte nach den Hochwasserschutzmaßnahmen Tennbodenbach. Lange habe man davon nichts mehr gehört, bedauerte Genghammer. Er werde nachfragen. Dr. Manfred Huber erkundigte sich nach dem ehemaligen Ruwel Parkplatz, auf dem derzeit die Baumaschinen fahren. Laut Grießenböck wurde dieser Platz von den Nachfolgern des Katek-Werks gekauft und hier ein Parkplatz für die Angestellten realisiert. Damit müsse nun auch das geplante Parkhaus nicht gebaut werden. Wolfgang Hinterbichler gefiel der Platz für den Bau des neuen Feuerwehrhauses in Rottau nicht. Der Grund sei zu klein. Laut Grießenböck gehöre der Grund der Gemeinde und die Rottauer Wehr war bei der Planung sehr involviert. Auch die Unterteilung von Feuerwehrhaus und Parkplätzen sei richtig, da dann kein Begegnungenverkehr zwischen Einsatzfahrzeugen und Autos der Einsatzkräfte resultiert. Thema war zudem erneut der Mietenkamer Dorfladen. Gemäß Genghammer liegen bereits fünf Bewerbungen vor. Wer hier den Laden gewinnorientiert betreiben möchte, müsse eine Nische besetzen, meinte er. Mit dem Verkauf von Lebensmitteln könne der Lebensunterhalt nicht gesichert werden. Tom Reiter meinte, dass jetzt, während der Laden leer stehe, die Gemeinde in Verhandlungen mit der Hausbesitzerin treten sollte und die Rahmenbedingungen ändern müsste. Sepp Hörterer interessierte zudem, was mit dem ehemaligen Sichlerhaus im Golfplatzbereich, gekauft von der Golfakademie, geschehe. Hierfür. so wusste Grießenböck, leige eine Planung mit teilweiser Unterkellerung vor.

Vor sechs Jahren, so Grießenböck, verfolgte die FW das Ziel, möglichst viele Mandate zu erreichen. Potentielle Listenkandidaten für die Kommunalwahl wurden gesucht und gefunden, so dass am 2. Dezember, um 20 Uhr, die Aufstellungsversammlung folgen könne. Wahrscheinlich werde die FW auch einen Bürgermeisterkandidaten nominieren. Wichtig sei, dass die FW start vertreten ist, denn die FW stehe für freie Meinungsbildung, freie Meinungsäußerung und freie Entscheidungen. Sie sei ein wichtiger Gegenpol zu den großen Parteien.