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Freie Wählerschaft Grassau
29.01.2015

Freie Wählerschaft und Unabhängige Grassauer Liste informierten

Von: Tamara Eder

Mit so vielen Interessierten hatten die Wählergruppen "Freie Wählerschaft Grassau" und "Unabhängige Grassauer Liste" zum Informations- und Diskussionsabend im neuen Mietenkamer Dorfsaal gar nicht gerechnet. Alle Sitzplätze waren besetzt.

Dieses Interesse freute die neuen Marktgemeinderäte, die dann umfassend aus den Marktgemeinderatssitzungen des letzten halben Jahres berichteten. An Themen wie neues BRK Gebäude, Breitbandversorgung wurde erinnert. Irmela Scheidle-Horkel (UGL) informierte, dass zur Verschönerung der "Reichert-Mauer", der Einfriedungsmauer rund um das Reichert Grundstück in Mietenkam Kunstobjekte in Form von Blech-Silhouetten angebracht werden. Hans Genghammer (FW) widmete sich dem Mietenkamer Dorfsaal und erklärte, dass es gelungen sei, den Saal mit Engagement der Bürger kostengünstig einzurichten. Aus der Versammlung wurde bemängelt, dass die Anzahl der Parkplätze nicht reicht und vor allem auch bei Veranstaltungen im neuen Saal mehr Parkflächen vorhanden sein müssten. Ein Nachteil sei zudem, so Genghammer, dass die Terrassentüre des Saals nicht geöffnet werden kann und nur als Notausgang diene.

Diskussionen gab es auch hinsichtlich der Baulandausweisung in Grassau. Sepp Grießenböck (FW) stellte die neue Baulandausweisung im Mietenkamer Süden mit zehn Bauparzellen und einer Gesamtfläche von fast 10.000 Quadratmetern vor. Andreas Hafner sieht die Baulandausweisung kritisch. "Die große Au von Grassau wird immer weniger. Das einzige was zählt ist Betongeld", sagte er. Auch Irmela Scheidle-Horkel kann sich mit der Erweiterung von Mietenkam nach Süden nicht anfreunden und Erich Kamm bemängelte, dass ein Gesamtkonzept, ein Ortsentwicklungsplan fehlt. Dieser Leitfaden einer langfristigen Planung ging auch Genghammer ab.

Des Weiteren bedauerte Hans Genghammer, dass die Gemeinde beim "Chiemgau Festival", angeboten von Stefan Mross nicht aufgesprungen sei. Dies hätte eine gute Ergänzung zum Überseer Reggae Festival sein können und hätte Grassau bekannter gemacht.

Weitere Themen waren der Tourismus und die Verlängerung der Mitgliedschaft im Chiemgau Tourismusverband, wie auch die Erweiterung der Montessori-Schule und schließlich auch der geplante Wertstoffhof im Gewerbegebiet Eichelreuth. Genghammer erklärte, dass sich diesbezüglich eine Arbeitsgruppe gegen den Standort Eichelreut zusammengefunden habe. Vertreter dieser Arbeitsgruppe verwiesen in der Versammlung auf die Nähe des besagten Grundstücks zur Wohnbebauung. Früher sei das Gewerbegebiet landwirtschaftliche Nutzfläche gewesen und nun rücke das Gewerbegebiet immer näher an die Wohnbebauung. Die Anlieger früchten Lärm- und Geruchsimmissionen, sowie ein starkes Verkehrsaufkommen. "Es ärgert uns, wenn der Wertstoffhof als Wellnessoase verkauft werde", hieß es wörtlich. Grießenböck verwies auf die geplante Informationsveranstaltung der Gemeinde am 26. Februar. Hier wird dann ausführlich das Thema Wertstoffhof behandelt.

Nach vielen Schaubildern und dreistündiger detaillierter Berichterstattung aus dem Bauausschuss wie dem Marktgemeinderat wurde die Versammlung mit dem Hinweis, dass im Sommer erneut berichtet werde, geschlossen.